Wirksamkeit einer Umweltzone ist fraglich
Die FDP-Stadtratsfraktion sieht die Einführung einer Umweltzone nach wie vor sehr kritisch.
„Nach Aussage der Verwaltung dürften lediglich 14 Prozent der in Mainz gemeldeten Kraftfahrzeuge bei Einführung einer Umweltzone nicht mehr bewegt werden. Von denen werden sicherlich auch noch eine ganze Reihe eine Sondergenehmigung beantragen. Ich frage mich ernsthaft wo da der nachweisbare positive Effekt zur Verbesserung der Luftqualität herkommen soll“, meint der Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der Liberalen im Stadtrat, Walter Koppius.
Durch die Tatsache, dass jedes Jahr die Anzahl alter Fahrzeuge am Gesamtbestand weiter zurückgehe, erübrige sich zumindest dieses Problem in einigen Jahren von selbst.
Ein besonderes Augenmerk müsse auch auf die Kostenfrage gerichtet werden. Die Stadt könne die Einführung einer Umweltzone bei ihrem defizitären Haushalt sicherlich nicht stemmen.
„Die knappen finanziellen Mittel müssen in die Instandhaltung und Pflege der bestehenden Verkehrsinfrastruktur investiert werden. Da ist das Geld allemal besser angelegt als in Hinweisschildern und Kontrollen, die für die Überprüfung der Einhaltung der Umweltzone notwendig werden. Solange die Wirksamkeit einer Umweltzone für Mainz nicht zweifelsfrei dargelegt werden kann, sehen wir keinen Handlungsbedarf“, betont Koppius.
Die Entwicklung der Luftqualität in Frankfurt, wo es seit einigen Jahren eine Umweltzone gebe, zeige deutlich, dass es sogar trotz Umweltzone zu Steigerungen der Schadstoffbelastung in der Innenstadt kommen könne









