Strukturelle Veränderungen sichern die Zukunft des Theaters
Die Liberalen im Mainzer Stadtrat machen deutlich, dass das Staatstheater bei den notwendigen Sparanstrengungen nicht außen vor bleiben kann. „Die Verschuldung der Stadt Mainz ist dramatisch und führt ohne eine finanzpolitische Kehrtwende schon bald zur völligen Handlungsunfähigkeit der Stadt. Wir sind dem Wohl der gesamten Stadt und allen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und können nicht jedweder Lobby-Gruppe klein beigeben, nach dem Motto: Wer am lautesten schreit, bekommt zuerst“, macht die finanzpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion, Cornelia Willius-Senzer, im Hinblick auf die Protestbewegung der Theaterfreunde, die sich vehement gegen Einsparungen beim Theater einsetzen, deutlich.
Der CDU wirft sie in diesem Zusammenhang Scheinheiligkeit vor:
„Die CDU fordert im Stadtrat zu recht immer wieder konkrete und einschneidende Sparmaßnahmen ein. Wenn dann die Vorschläge auf dem Tisch liegen, ist der Aufschrei groß und es wird eine Protestbewegung aktiviert, die nur ihre eigenen Interessen im Sinn hat. Kunst und Kultur ist nicht nur eine Frage millionenschwerer Subventionen der Steuerzahler, das beweisen eine Vielzahl attraktiver Kultureinrichtungen in Mainz, die ohne oder mit nur überschaubaren Zuschüssen ein attraktives Programm auf die Beine stellen“, so Willius-Senzer.
Sparpolitik nach dem St. Florians-Prinzip könne einfach nicht funktionieren. Diejenigen, die sich als erste um neue Wege und dazu gehörten auch Finanzierungsmöglichkeiten, Innovationen und Programmausrichtungen kümmerten, würden am Ende auch die Erfolgreichen sein.
Die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Faßbender, ermuntert die Theaterfreunde, aus der selbst gewählten Opferrolle städtischer Sparbemühungen herauszutreten und stattdessen ihre Kompetenz und ihr hervorragendes Netzwerk dazu zu verwenden, dem Theater konkrete Vorschläge zu unterbreiten, durch welche Maßnahmen auch mit geringeren städtischen Zuschüssen ein attraktiver Theaterbetrieb aufrecht erhalten werden kann.
„Die FDP ist sich ihrer Verantwortung für die Kultur in der Landeshauptstadt sehr wohl bewusst. Daher setzen wir uns für ein breites Angebot kultureller Einrichtungen und Angebote vom Staatstheater über die Kleinkunstbühnen bis zu freien Initiativen ein. Jedem muss aber bewusst sein, dass die finanziellen Spielräume der Stadt erschöpft sind. Viele haben darauf bereits reagiert und mit schlanken Strukturen und pfiffigen Ideen ihre Einrichtungen auf gesunde Füße gestellt. Wir sind zuversichtlich, dass wir dem Theater dazu verhelfen können sich ebenfalls neu aufzustellen, so dass es auch in Zukunft viele Mainzer und Theaterfreunde aus dem Umland begeistern kann“, macht Faßbender deutlich.









