Bürgerschaftliches Engagement bei der Kita-Sanierung
Interview mit Peter Schwalm, Vorsitzender der FDP-Ebersheim und Ortsbeiratsmitglied.
Frage: Der Ortsvorsteher Helgi Schwedass hat mit Blick auf den Sanierungsbedarf der Kita „Die Feldmäuse“ bürgerschaftliches Engagement gefordert. Wie sehen Sie diese Forderung nach tätiger Mithilfe Ebersheimer Bürger?
Schwalm: Mit dem Appell an bürgerschaftliches Engagement formuliert Helgi Schwedass eine Grundposition der FDP. Es ist also mehr als ein Hilferuf in einer aktuellen Problemsituation, auch wenn diese bei der Kita „Die Feldmäuse“ zweifelsohne gegeben ist. Bürgerschaftliches Engagement bedeutet für uns vor allem, dass die Bürger in ihrer Kommune eine aktive Problemlösung betreiben und sich auch an ihr beteiligen.
Frage: Entlässt man damit nicht die Stadt Mainz aus ihrer Verantwortung?
Schwalm: Keineswegs. Dies hat Helgi Schwedass auch bei der Kita, mit der Forderung der Sanierung von Dach und Fenstern durch die Stadt, deutlich gemacht. Aber wir müssen auch realistisch bleiben. Die finanzielle Situation der Stadt Mainz lässt eine Gesamtsanierung der Kita kaum zu. Wenn aber nun engagierte Bürger bei der Innenraumsanierung mit zupacken, ist eine Sanierung, über das Dach und die Fenster hinaus, möglich. Damit wäre der Kita tatsächlich geholfen. Würden wir nur den in den letzten Jahren immer wieder eingeschlagenen Weg gehen, im Ortsbeirat einen Antrag auf die Gesamtsanierung der Kita zu stellen, kämen wir kaum weiter. Die Antwort der Stadt Mainz könnten wir gleich mit dem Antrag formulieren: Gesamtsanierung auf Grund der finanziellen Situation kaum möglich. Damit wäre das Thema durch, die Möglichkeiten des Ortsbeirates erschöpft und das Problem der Kita nicht gelöst. Problemorientierter ist der Ansatz des Ortsvorstehers: Sanierung von Dach und Fenstern durch die Stadt, Innenraumsanierung durch bürgerschaftliches Engagement.
Frage: Glauben Sie, dass sich genügend Bürger finden, die bereit sind Hand anzulegen?
Schwalm: Ich bin zuversichtlich. In Ebersheim gibt es durchaus eine positive Einstellung zum bürgerschaftlichen Engagement. Ich bin auf jeden Fall dabei und werde bei der Innenraumsanierung mithelfen.
Frage: Der Ortsvorsteher zeigt sich zuversichtlich das Ortsbeiratsmitglieder ebenfalls helfen werden. Wie sehen Sie das?
Schwalm: Ich teile den Optimismus des Ortsvorstehers. Auch in der Vergangenheit haben Ortsbeiratsmitglieder aller Fraktionen bereits unter Beweis gestellt, dass sie zu bürgerschaftlichem Engagement bereit sind und haben aktiv Hand angelegt. Schließlich geht es bei der Kita-Sanierung nicht um die Profilierung einer Partei, sondern um eine Problemlösung. Darüber,dass diese notwendig ist, herrscht Konsens zwischen allen Parteien. Deshalb bin ich sicher, dass sich Ortsbeiratsmitglieder aus allen Fraktionen finden werden, die bei der Innenraumsanierung helfen.







