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07.12.2010

Handeln für den Grillplatz

Pressemeldung vom 7. Dezember 2010

Bänke und Tische auf dem städtischen Grillplatz in Ebersheim sind „morsch“ und nicht mehr zu benutzen. Darauf angesprochen teilte die Stadt dem Ortsvorsteher mit, dass auf Grund der wirtschaftlichen Situation der Stadt keine Neuanschaffung möglich sei. Dem Leitgedanken folgend, dass man Mangel nicht lediglich nur verwalten, sondern vielmehr gestalten muss, suchte Ortsvorsteher Helgi Schwedass (FDP) nach einer Lösung für den Erhalt des stark genutzten Grillplatzes. „Natürlich bin ich mir der finanziellen Situation der Stadt bewusst und verstehe, dass man überall sparen muss“, sagt Schwedass, der gleichwohl nicht hinnehmen wollte, dass der Grillplatz in Ebersheim nun verfiel.

Glücklicherweise erinnerte er sich an einen Urlaubsaufenthalt in Thüringen, bei dem er gesehen hatte, wie im Rahmen einer ABM-Maßnahme im Thüringer Wald Tische und Bänke aus dem Waldholz direkt vor Ort gezimmert wurden. Kurz entschlossen griff er zum Telefon und rief den Bürgermeister der Gemeinde Masserberg an. Sein Vorschlag, den er dem Bürgermeister Friedel Hablitzel machte, war einfach und bestechend: der Kurort Masserberg verfüge über Bänke und Tische aus der ABM-Maßnahme, Ebersheim, das Weindorf in der Stadt Mainz, über Wein. Ein Tausch würde beiden Seiten Vorteile bringen. Dreizehn Ebersheimer Winzer stifteten jeweils einen Karton Wein, der Kurort Massenberg und der Landkreis gaben dafür zwei Bänke und einen Tisch für den Ebersheimer Grillplatz, wenn diese vor Ort abgeholt werden würden.

Gesagt, getan. Im November starteten Peter Eckert, der das Fahrzeug zur Verfügung stellte, Klaus Nauth und Helgi Schwedass mit dem Wein Richtung Rennsteig und holten Bänke und den Tisch dort ab. Im März des kommenden Jahres sollen zur Eröffnung der Grillsaison die Bänke nun ihrer Bestimmung übergeben werden. Geplant ist eine Grillveranstaltung auf der – natürlich Thüringer Würstchen – vom Schulelternbeirat der Grundschule zu Gunsten des Baus der Schulsportanlage an der Ebersheimer Grundschule verkauft werden sollen.

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