FDP fragt Fraport nach Schallschutzmaßnahmen
Die von der Landesregierung angekündigte Klage gegen die Genehmigung der neuen Flugrouten durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) findet die Unterstützung der Liberalen im Mainzer Stadtrat. „Nachdem die Verantwortlichen auf Landesebene aus dem Dornröschenschlaf erwacht sind, entwickelt sich die Aktivität, die wir nur begrüßen können und von der wir uns bereits zu Beginn der Entwicklung stärkere politische Einflussnahme gewünscht hätten“, kommentiert der umweltpolitische Sprecher der FDP im Mainzer Stadtrat, David Dietz.
Das alleinige Hoffen auf den Rechtsweg, der von Mainzer und rheinhessischen Kommunen seit längerer Zeit beschritten werde, sei aber doch arg romantisch. Die FDP-Stadtratsfraktion habe daher bereits zu Beginn dieser Woche in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, Auskunft um den Stand der aktiven Schallschutzmaßnahmen gebeten.
„Insbesondere erhoffen wir uns Informationen über eine Ausweitung des Continuous Descent Approach (CDA) beim Anflugverfahren, mit einer Erhöhung der Rückenwindkomponente, der Anhebung des Gleitwinkels, der Einführung des Offset Approach- Anflugverfahrens, der Dedicated Runway Operations sowie eine Implementierung von RNAV Abflugrouten. Viele dieser Maßnahmen sind, genau wie andere, seit einiger Zeit im Testverfahren beziehungsweise bedurften einer genauen Prüfung“, so Dietz.
Für die Menschen in Mainz und Rheinhessen sei es von größter Bedeutung, ernsthafte Bemühungen des Flughafenbetreibers und der Fluggesellschaften zu erkennen, ihre Sorgen ernst zu nehmen, um die Akzeptanz des erweiterten Rhein-Main-Airports nicht weiter zu gefährden. Denn gleich wie die endgültige Routenfestlegung am Ende aussähe, eine stärkere Lärmbelastung dürfte mit ihr einhergehen. Dem Anschein einer zusätzlich ungerechtfertigten Lastenaufteilung zu Ungunsten der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz müsse daher entschieden entgegen getreten werden. Daher bleibe die Umsetzung, des im Mediationsverfahren beschlossenen Nachflugverbots, eine Kernforderung der Liberalen.
„Die Initiativen der Betroffenen in unserer Region müssen weiter anhalten, damit wir nicht vergessen werden. Die FDP wird deshalb auch weiterhin alle Kanäle nutzen, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen“, versichert Dietz abschließend.









