Abschaffung der Langzeitgebühren ist kontraproduktiv
Bummelstudenten sollen weiter zahlen müssen
Die FDP-Stadtratsfraktion hält nichts von den Plänen der neuen Landesregierung die Studiengebühren für Studenten, die die Regelstudienzeit um das 1,75-Fache überschritten haben, abzuschaffen.
„Die Studiengebühren für Langzeitstudenten wurden 2004 auf Anregung der FDP von der damaligen Landesregierung eingeführt. Dadurch sollten Studenten animiert werden ihr Studium zügig zu absolvieren und zu einem Hochschulabschluss zu gelangen. Ein Bummelstudium oder häufiges Wechseln der Studienfächer sollte damit unattraktiv gemacht werden. Darüber hinaus kommt das Geld aus den Langzeitgebühren direkt den Universitäten und Fachhochschulen zugute, die damit die Lehrbedingungen verbessern konnten“, erläutert die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion, Cornelia Willius-Senzer.
Durch den geplanten Wegfall der Gebühren würden der Universität in Mainz ca. 1,7 Millionen Euro pro Jahr an Einnahmen entgehen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass einige der Studenten ohne den Druck der Gebühren mit ihrem Studium nicht fertig würden und damit den nachkommenden Studienanfängern die Plätze wegnehmen könnten.
„Es ist dem Steuerzahler einfach nicht vermittelbar, warum diese sinnvolle Regelung nun abgeschafft werden soll. Gegenüber jungen Menschen, die teilweise ihre Berufsausbildung oder Weiterbildungsmaßnahmen wie beispielsweise ihre Meisterausbildung komplett aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, ist es einfach nur ungerecht“, so Willius-Senzer.
Die neue Landesregierung müsse nun nach dem Wegfall der Langzeitgebühren deutlich machen, wie sie die dadurch für die Universitäten entstehenden Einnahmeausfälle in Millionenhöhe kompensieren möchte.









